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~* 23.06.2004 *~ ~*Lyrik by me*~
2005
Ein Jahr ist es nun her ein ganzes Jahr...nun sitz ich hier im dunkeln und heule. Einerseits weil ich ausnahmsweise stolz auf mich bin anderseits weil ich merke wie sehr die zeit rennt. Vor einem Jahr habe ich mir das letzte mal den arm aufgeschnitten. Für mich war es damals die beste Entscheidung weil ich sonst niemand mein schreien wahr genommen hätte. Und ich nicht am 30 ins Kinderkrankenhaus gegangen wäre. Ein Jahr in dem viel passiert ist ich hatte mich verlobt. Diese Beziehung ging aber kaputt. Mittlerweile bin ich sehr froh über diese Entscheidung. Ich habe die Schule ohne etwas zu haben geschmissen. Bin von so vielen Menschen verarscht worden. Habe aber auch ne menge liebe Menschen kennen gelernt
Als ich vor ein Jahr das letzte mal das Katermesser in die hand genommen habe dachte ich würde in einem Jahr nicht mehr leben oder in einer anderen Klinik sein vielleicht in einer geschlossenen wie Ochsenzoll. Ich wusste nicht mal ob ich nicht mal mehr leben will. Hatte Zweifel ob meine eigene Entscheidung in eine Krankhaus die richtige ist. Ich hatte so ein schiss. Habe täglich mehr als 12 stunden geschlafen wenn ich wach war geritzt, zeit mit damaligen Freund verbracht oder geheult oder alles drei zusammen. Zu dem Zeitpunkt habe ich aber auch meine mittlere reife geschafft.
Die Klinikzeit eine der schönsten meines Lebens weil ich ernst genommen wurde aber noch Kind sein konnte. Den streiterein hier entfliehen konnte, meine familiäre Situation war nicht die beste. In der Klinik konnte ich mich endlich mal nur auf mich konzentrieren. Nach der Erkrankung meiner mum, bin ich von heut auf morgen erwachsen geworden..
Ein Jahr in dem ich gelernt habe wie wichtig ein Menschenleben ist mein Leben. Was es heißt für mich und meine Träume zu kämpfen aber auch für meine wahren Freunde da zu sein.
Mir nicht auf alles eine Meinung zubilden sondern auch mir Zeit nehmen drüber nachzudenken und meine Meinung auch wenn sie anders ist der anderen zu vertreten aber mir auch deren Meinung anzuhören.
Ich geh wieder zur Schule und es bringt mir Spaß habe und habe mich sehr gut in die Klassengemeinschaft eingelebt, so glaube ich zumindest. Ab und zu habe ich noch einen Einbruch aber damit kann ich leben. Ich werde für mein Leben zukämpfen und vor allen Dingen für weitere Jahre ohne das Ritzen weil Ritzen bringt mich nicht weiter sondern nur weiter runter.

2006
Zwei Jahre später...die zeit rennt immer noch so sehr das ich meinen Jahrestag vergessen habe und erst jetzt eineinhalb Wochen nach ihm an ihn denke. Der Gedanke einen der wichtigsten tage im Jahr für mich zuvergessen schmerzt sehr so sehr das ich mal wieder heulend vorm PC hocke...ich weiß nicht ob es ein gutes Zeichen ist das ich ihn vergessen habe weil ich im Vorwege ziemlichen schiss vor dem tag hatte...warum weiß ich nicht.! Vielleicht weil mir die zahl zwei zeigt das ich vor zwei Jahren mein leben wieder selbst in die hand genommen habe...ich weiß es aber nicht genau...ich glaube ich werde diese angst aber auch die Vorfreude auf den tag immer haben weil dieser tag erinnert mich an dass was ich nicht mehr sein wollte aber auch an das was ich nach diesem tag geschafft habe nämlich einen kalten Entzug vom ritzen zu machen. Dieser tag zeigt mir auch, dass es sich auch lohnt zu kämpfen. Durch die Klinik und meine spätere Therapie habe ich mich sehr verändert die Depressionen sind weniger geworden und mit meinem gewicht versuche ich mich so langsam abzufinden was mir aber nicht immer gelingt aber ich werde dafür kämpfen das ich mich irgendwann als Menschen mit „normalen“ Problemen und nicht pychischen rumschlagen muss...
Im letzten Jahr ist viel passiert, wäre ja aber auch irgendwo schlimm wenn nichts passiert...ich bin nächste woche mit meinem Freund 11 Monate zusammen. Er unterstützt mich seit ein einhalb Jahren bei meinem Kampf gegen die Depression. Für mich ist er eine große Stützte geworden. Ihm kann ich wirklich alles erzählen, mich stundenlang an seiner Schulter ausheulen (ohne das er es mir übel nimmt) und er hält meine Zicken mit einer Engelsruhe (um die ich ihn beneide) aus. Das sind nur ein paar Punkte warum ich ihn liebe und ihn wenn’s möglich ist niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeee wieder hergeben möchte...Wir leben NOCH in einer Fernbeziehung. Auf die Frage wie wir das schaffen so zu leben antworte ich das ich es nicht anders kenne(so einfach ist das). Und die besuche die anfangs „nur“ alle 3 bis 5 Wochen waren häufigen sich auch immer mehr. Und ende der Sommerferien möchte er nach Hamburg in meine Nähe ziehe wenn er eine Wohnung findet. ich habe so den verdacht das meine Eltern ihn mögen!!!
Ich bin in die 11. Klasse gekommen und habe mich doch recht gut in die Klassengemeinschaft eingelebt und möchte diese Klasse gegen keine andere Klasse der Welt tauschen...Zwar verlassen mich ein Teil meiner Klassenkameraden bald wieder...darunter auch Jessy und Franzi...Jessy und Franzi haben mich damals mit Nadine zusammen freundlich auf der schule aufgenommen und mir alles gezeigt und der Gedanke das sie bald gehen schmerzt mich sehr. Mit Jessy war ich letztes Jahr für zwei wochen sogar auf einer Sommerfreizeit die mir riesigen Spaß gemacht hat...Ich werde euch vermissen!!!
Im Herbst letzten Jahres stand für mich noch eine wie es damals für mich aussah keine wirklich große aber mittlerweile eine riesige Veränderung an ich habe meine einzeltherapie beendet und mache mit zwei lieben netten mädels zusammen eine gruppentherapie...Ich kann nur sagen etwas besseres hätt mir nicht passieren können weil wir drei uns gegenseitig versuchen uns zu unterstützen uns zu helfen. ich bin sehr dankbar dafür! Im November letzten Jahres musste ich leider abschied von meinem geliebten Opa nehmen. Die Beerdigung war für mich die reinste Hölle so sehr das ich beim Glockengeläute am liebsten die Kirche schreiend verlassen hätte wenn mich nicht irgendjemand festgehalten hätte. Ich glaube ich hätte die Nordsee allein mit meinen Tränen füllen können. Es tat so schrecklich weh als der Sarg zu Boden gelassen worden. Für mich ist es schwer vorzustellen das nach dem Tod nichts mehr kommt. Seid der Beerdigung frag ich mich wie es sich anfühlt tot zu sein oder was mit einem passiert? Ich weiß das der Körper beerdigt oder verbrannt wird aber was passiert mit der Seele die einen Menschen erst ausmacht. Seitdem ich mir diese Frage das erste mal gestellt habe, habe ich noch mehr Angst vorm Tod als eh schon...Ich hoffe egal wo mein Opa, aber auch meine seit 10 Jahren tote Oma auch immer sind das es ihnen gut geht und ich wollt sie wissen lassen das ich sie über alles liebe...Leider musste ich aber auch im vergangendem Jahr abschied von Jona und Maxi (meinen Meerschweinchen nehmen). Maxi lag am 24. April 2006 tot in seinem Käfig und Jona musste ich am 8. Juni einschläfern lassen. Sie hatte kurz davor einen Schlaganfall. Auch wenn sie „nur“ Tiere waren, waren sie für mich ein wichtiger bestandteil meines lebens. Im Dezember bin ich 18 und somit auch volljährig geworden viel geändert hat es für mich irgendwie nicht. Und Ende Februar habe ich mein Führerschein bestanden und jage Passanten auf der Straße mit meinem etwas gewöhnungsbedürftigen Anfahrtsstil einen Schrecken ein. Während der Fahrt aber pennen meine Mitfahrer, es sei denn es sind meine Eltern, ein.
Weiteres gibt es vom letzten Jahr eher weniger zu berichten, ich lebe halt mein Leben irgendwie vor mich hin...

2007
Drei Jahre ist es nun her...und ich habe mir bewusst Zeit gelassen mit diesem Bericht, weil ich zum einen an meinem 3. Geburtstag in Neapel war und nicht auf der Klassenfahrt unbedingt tief in mich reinhorchen wollte...
Was ist im letzten Jahr großartiges passiert, ich habe die schule gewechselt, weil ich zum einen und das war der Hauptpunkt keinen meiner beiden Wunsch LKs bekommen haben, dann zum anderen in der Klasse ziemlich allein und von einigen Idioten umgeben gefühlt habe und zum dritten war durch den langen Anfahrtsweg mein ganzer tag irgendwie komplett im Arsch...abends um viertel vor sechs nach hause kommen und dann noch lernen ist kein spaß mehr...willkommen in der Realität...ich habe aufs EvB gewechselt. Das EvB ist im Nachbarort und so konnte ich Kontakt zu Leuten hier in der Gegend knüpfen. Ich glaube ich habe mich recht schnell und gut dort eingelebt und kommen mit ein paar Leuten super und mit den meisten gut aus. =) leider habe ich ziemlich viele Lücken und die ganze Sache etwas unterschätzt (ja meine Eltern haben doch recht) so dass ich zwar mit ach und krach die 12. geschafft hätte aber dass nicht meinem Anspruch genügt und ich hätte mich selbstbetrogen gefühlt. Ich wiederhole die 12. und fühle mich nicht wirklich schlecht dabei. Mein neuer Jahrgang wird um die 70 Leute stark sein und es sieht so aus als ob es zwei Geschichts LKs und zwei Deutsch LKs geben wird.
Aber genug von Schule, privat habe ich eine reine Bergtour durchlebt...manu hat mich zwei Monate lange belogen. Er hat die schule geschwänzt und ist letztendlich von der schule geflogen. An der Sache hatte ich lange zu kauen und war auch sehr lange verletzt. Ist irgendwie ein wunder dass die Beziehung überlebt hat. Beruflich geht es mit ihm aufwärts, zwar langsam aber es geht.
Und wie geht’s mir....ich habe ein weiteres Jahr ohne ritzen gelebt aber ohne Selbstverletzung nicht ganz ich habe gekratzt über die kleinen Pickel auf meinem Arm...1,2 mal mehr nicht...habe ab und zu meine Wutausbrüche und Aussetzeranfälle aber es werden immer weniger. Dafür fange ich an mich zur totalen Zicke zu entwickeln, etwas was ich nicht sein will...ich muss wieder an mir arbeiten.
Ich darf nicht alles so persönlich nehmen und so sensibel, vielleicht geht es mir in manchen Moment dann einfach besser.
Ich bekomme häufiger Hunger...einen Hunger den ich nicht haben will...ich möchte dünn sein. Ich kann nicht dauerhaft essen. Ich esse zu viel. Es geht nicht. Alles ist gesund aber nur in maßen.
Ab August werde ich wieder eine Einzeltherapie haben. Die eine von uns hat schon im herbst aufgehört bzw ist in eine Einzeltherapie gegangen und die anderen hört jetzt ganz auf. Ich freue mich für sie von ganzem herzen und werde sie ganz doll vermissen!!! Aber sie ist ja nicht aus der Welt und ich werde versuchen den Kontakt zu ihr zu halten.
Es war ein Jahr mit Höhen und tiefen wobei die Höhen mehr überwiegen.
Bis zum nächsten Jahr!!!

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